Überfluten

Ich bin der Widerschein in dir, ach tiefer noch in deinem Blute, so wie im Morgenglanze Engel sich verströmen, damit ihr Glanz noch strahlender durch unsere Adern flute, denn ist das Licht in seinem ewigen Überfluten nicht leuchtender ein Zeichen seiner göttlichen Natur! Und bringen uns nicht auch die Blumen in ihren auferblühten Kelchen auf die richtige Spur, als wollten sie uns leise aus ihrem Duft und Leuchten sagen: „Das Leben, Auferblühen, Weite, Glück, das alles – rein im Offenbaren – strahlt eine liebende Natur in uns zurück“!
Die Natur singt eine Melodie zu uns, ihre Töne sind aufleuchtender Glanz, denn strömt und überflutet uns nicht das Licht als „Lebenskraft des Lebens“ wie das Blut in unseren Adern und lebt dieser Glanz nicht immer wieder erneut auf in jedem Frühlingshimmel, in den auferblühenden Blumen und wie ein Liebestönen in unseres Herzens Schlage, auferstrahlend im Widerscheine einer höheren Kraft und Schönheit!