Abschied

In Abschied drängt sich lang entwöhnte Klage
und wie versteinert wirkt die Welt,
o, bleib mit deinem Herzen doch in meines Herzens Schlage
und fühl, wenn Liebende sich trennen, dunkeln Sterne,
im Innersten getroffen und entstellt,
wie alte Hände, die den Mut verlieren,
wie Urleids unverstummter Schrei,
und Augen werden matt in ihnen,
und alles Innige versinkt dabei.


Unendliche Vollziehung,
bereitest du in sich gestiegenem Glück ein solches Los?
und ziehst in stürzender Umarmung
so überströmtes Antlitz unerlöst in deinen Schoß?


Liebesgedicht – aus dem sich das Wunder eines Traumes verliert in die Strenge des Lebens, aber es bleibt die Frage nach der Erfüllung einer tiefen Sehnsucht, die die Übereinstimmung mit dem Ganzen der Welt sucht.