An das Wahre

Das Wahre leuchtet nur aus eigenem Schein, der unbegrenzt erglüht, von keiner Zeitlichkeit berührt, in seiner Weite lebt und strahlt die Seele, die, wundersam erquickt aus seinem reinen Quell, sich selbst behütet und zu Höherem führt.

In seinem Lichte leben die Menschen und schauern, sie schaffen sich Höllenqualen, auf denen Lüge und Schande lasten; im selbstverbannten Herzen steht dunkel ein unverstandenes Trauern.

Das Wahre ruht geduldig, von ewigem Gesetz bewacht, gleich einer Kathedrale stummes Schweigen, in einer Ebene der Unvergänglichkeit, dem sich am Ende in verwandelter Gestalt die Lebenden im Tode neigen.

Darstellung des innersten Wesens einer höheren Wirklichkeit.