Auferklingen

Gesang – Atem des Göttlichen
im unendlichen Liebeskuss der Schöpfung!
Du tief-tiefster Klang in meinem Blute!
Sagst du mir in der Einsamkeit des Todes
nicht aus deiner fernen Liebe,
dass ich im Sterben ewig bin?
Das Göttliche lebt auch im Klang, dem großen Gesang, der wie ein Dialog mit dem Göttlichen erscheint. Rilkes Worte „Gesang ist Dasein“ hebt das Leben in der Kunst auf eine höhere Ebene, berührt vom göttlichen Funken, der den Menschen noch im Tode aus der „fernen Liebe“ des Göttlichen umfängt und ihm das Urbild des Todes, die Liebe, offenbart, die den Menschen im unbewussten Ahnen dieses Zusammenhanges sagen lässt: „… dass ich im Sterben ewig bin“.