Begreifen

Das Liebliche wird farblos, wenn es seinen Duft verliert, wie Augen, die im Frühling keine Liebe glauben können, die preisend in Geschaffenem wirkt und sich mit Blüten ziert.

Aus ihrem Atem wehen Blumenkelche Tiefe, als ob dich aus der Stille leis ein Drängen ihres Herzens riefe.

Sie schenken unsichtbar ihr Blühen einem Sinn, ihr Duft ist Leben, ihr Liebeshauch Beginn.

Aus Unbestimmtem, das dich schweigend nur umfängt, spürst du Begreifen, das aus Unbegreiflichem sich senkt.

Dieses Gedicht will sagen, dass kein Wort, sondern nur ein Bild Eigenstes und Innerstes des Weltenwirkens aussprechen kann – unvergleichlich und unersetzlich.