Dahin

Noch einmal wende ich die Blicke losgebunden, bevor ich weiterzieh zu allen mitternächt’gen Qualen. Du warest mein doch, unlösbar, wie Kern und Frucht mit allen Schalen, aus dessen Herzenstiefe einst, wie Flamme sprüht, geliebten Aufblick ich gefunden.

Nun sprechen deine Augen stumm: Ich kenne dich nicht mehr.

O Tod, du meine Seele nun Ergreifender, tritt an die Stelle nächt’ger Qualen ganz, in deiner Spur ist meine Liebe nun geborgen, du still Begreifender. Erstorbenes Glück trägt nur den Schmerzenskranz.

„Dahin“ gehört zu den Liebesgedichten – aber ohne jede Hoffnung.