Ein Ganzes

Wie eine leichte Blüte sich verwandelt im Gefühl der Nacht, wird deine Süße weiter reifen in der Stille, aus einer schwebenden Bewältigung, die sie durchwirkt als rätselhafter Wille.

Im Übergange steht innen das Ganze, uneingeschränkt und vermehrt, das sich zuletzt in seine größte Wandlung, den Tod, verkehrt.

Ein Ganzes will sagen: Der Tod ist die letzte, größte Wandlung des Lebens, das immer sammelt und vermehrt. Rilkes Antwort auf den Tod lautet: „ denn wir sind nur die Schale und das Blatt. Der große Tod, den jeder in sich hat, das ist die Frucht, um die sich alles dreht.“ Also nicht: Chaos, Auflösung, Zerstörung, sondern: Reifung, Vollkommenheit, Frucht.