Frühlingsklang

Ein Hauch, ein ewig neuer, noch zart wie einer Flöte Ton, durchweht die Flur aus einer hellen Melodie wie eine reifende Modulation.

Sie kündet Wiederkehr von Tagen, die in Blüten stehn, und Augen, die in Schönheit strahlen, wenn sie im Leuchten eines Himmelsblau den Glanz des Werdens mit dem Herzen sehn.

Entzückt bricht er herein, du fühlst sein Schwellen strömender in allen Zweigen, und in den Knospen, die vom schimmerweißen Duftmeer träumen, erwachet – wie aus Gottes Strahl – ein schöner Wille verheißungsvoll aus fernen Räumen.

Sie zeigt entschleiert, was im Vergänglichen das Leben preist und immer neu entbindet: Den Atem, der als Leuchten durch die Zeiten geht und wie ein Traumbild Werden und Vergehen ineinandernimmt, doch im Verwandeln sie in seinen Spiegelungen wiederfindet und beseelt.

Frühling vermag geradezu Glück auszuströmen; er ist beseelter Klang der Schöpfung.