Geflüstert

O komm mit mir! Die Fülle ist in Nächten und Leben fühlet grenzenloser, wenn unsere Pulse schwanken, das Herz reicht an das Wunder nur, wenn es aus seinem Schattengrunde steigt und aufgebrauchte Gegenwart zerbricht.

Tiefer ins Dunkle dringt das Licht. O spür, wenn ich dich küsse: Das Leben ist das Wunder, das immer neue Wunder schafft, wenn es sich stillt in seinen eigenen Quellen.

So geht es uns mit der Liebe: Zuerst einmal muss man sie überhaupt erleben – dann erst kommt der Augenblick, der dem Leben eine andere Wirklichkeit enthüllt, jenes – wie es heißt – innerste Wesen der Welt, das zugleich auch das innerste Wesen des Menschen ist. Er erfährt dabei eine „tiefe Übereinstimmung mit dem Ganzen, er ahnt die Gesetze und die Schönheit, die die Welt bauen und begreift das Wunder der Liebe, begreift, nicht Besseres von der Welt mehr zu wollen, als sie und immer wieder sie.“