Geträumt

Ich bin die Zärtlichkeit,
die tiefer in die Fluten steigt,
die Fluten, die du lieben musst,
weil sie den Kuss verschlungen schon auf deine Stirne legen.


O zögere nicht,
lass uns der Zeit vergeben,
der Zeit, die wir nur wachsen fühlen,
wenn sie uns seligen Augenblick gewährt.


Seltsame Kraft und Wandlung und Verlagen,
Stille, die aus ihrem Herzschlag sammelt und erkennt.
Ach, ich erkannte dich,
und schweigend unterbrach die Zeit das Leben,
uns zu empfangen.


Träume sind wie Märchen – und sollte man nicht an Märchen glauben?! „Nur ein hohles Herz wird von Gefühlen ausgefüllt, die lediglich beschrieben werden, der Mensch jedoch lernt sich nur aus dem geheimnisvollen Strome, der aus seinen Tiefen kommt, selbst kennen: aus der Liebe! Die Liebenden haben das Tiefste erfasst, selig in eine andere Dimension erhoben. Sie haben etwas Höherem vertraut, wie es uns die Weisheit der Märchen verkündet, sie haben in ihrem Vertrauen alle Hindernisse überwunden und ihr Glück gefunden („und schweigend unterbrach die Zeit das Leben, uns zu empfangen“).