Glaube – Hoffnung – Liebe
Glaube
entschleiert sich, wie eine Liebeskraft, die aus Anbeginn erstrahlt:
Das in allem – auch in uns – Erweckte,
der Glaube an das Göttliche, das Unentdeckte.
Reiner noch als Strahlen eines leuchtenden Kristalles,
wie er sich einst verkündete aus der Armut eines Stalles.
Von ihm ist alles ausgegangen:
Der Glaube an die Liebe in heiligem Empfangen!
Hoffnung
in ihrem Leuchten lebt im Tiefsten eine Sehnsucht,
die immer neu aus einem Hoffnungsstrahl erwacht
wie aus eines Zaubers Allgewalt
als eine ewig leuchtende Gestalt.
Sie leuchtet wie das Licht aus einem Sakrament in deine Seele,
das dein Innerstes erhellt,
wenn es – wie der Sonne Strahl – alles in ein ewiges Werden stellt.
In der Hoffnung können wir im Himmel ruh’n
in allem, was wir leiden, hoffen, lieben, tun.
Liebe
erhaben über alle Zeit
aus ihm, dem ewigen Gott, der immer war und immer ist,
als er die Worte sprach: Du bist!
Wer will die Liebe begreifen,
sie atmet sich selbst in ihrem ewigem Reifen.
Ich glaube an dich, du große Kraft,
die alles, so im Himmel wie auf Erden schafft.
Als wolle sie auf Erden schon unser Fühlen bis zum Himmel heben,
vielleicht in ihrem Glanze nur ein einziges mal in unserem Leben,
denn immer geht sie uns entgegen in unserer schweren Einsamkeit,
nur wir geh’n blind und dunkel vor der Zeit.
Doch wo gehe ich im Tode hin?
Fürchte dich nicht: Ins Ewige,
wenn ich mit dir zusammen bin!