Lauschen

Glück, dein leiser Glanz ist verletzlich,
ich horche in dich hinein,
in deinem Schweigen bist du schön und gut.


Lichtgestirntes Bild,
ich halte dich in meinen zitternden Händen,
du hast mir ein neues, reines Maß gegeben.


Aus ihm erwache ich wie die Blumen,
die im Morgenglanz die Finsternis der Nacht vergessen.
Sie atmen beseligt die erweiterte Luft,
ehe die Schatten wieder dunkeln.


Glück ist wie eine Melodie, die das Rohe, Böse, Traurige für eine Weile besiegt, aber diese Melodie entschwindet wieder; das „neue Maß“ jedoch ist im Menschen Erlebnis geworden und wird nie ganz vergehen.