Liebestod

Ach, in den Eiskristallen deines Blutes friert, wie in einem fremden Frühling, meine Seele ein. Bist du nicht  –wie aus Ewigkeit–  ein Sternbild meiner Liebe und solltest hell und leuchtend sein! Doch ohne Licht sind wir wie Blinde, die sich nicht erkennen, und unsere Worte tönen lautlos wie in schweigenden Gesängen. O lass uns leben, lieben! Doch ach, verstoßen aus dem Dunkel deines Herzens, bin ich noch ärmer, als ein Bettler in der Not. Und meine Seele fühlt es schmerzensweh: Es gibt nichts Tödlicheres als den Tod!
Das Thema einer Annäherung an Goethes Buch „Die Leiden des jungen Werthers“, der als Gefühlsmensch in der Glut seiner unerfüllten Liebe in den Tod ging und manche Nachahmer gefunden hat. Echte Liebe trägt wie aus einem Gesetz größerer Wahrhaftigkeit etwas Absolutes in sich und findet aus dieser höchsten Steigerung seinen dramatischen Ausdruck im Leben wie im Tode.