Mondnacht

Es träumt der Mond in seinem Strahlenbilde geheimnisvoll vom dunklen Lied der Nacht, die – so berührt von seinem zarten Scheine – aus ihrem Erdenklang zu seiner lichtdurchwirkten Melodie erwacht.

Ihre wundersame Nähe kündet wie ein leiser Bogenstrich, der über Sterne schwingt, den wissenden Gedanken, der alle Dinge sucht und ineinander legt aus einer großen Harmonie, die wie ein ferner Hauch entgegenklingt.

Deine Seele ist in solchen Nächten angehalten und weiß danach – so leis durchstrahlet – mehr von sich.

Wie eine unendliche Melodie überstrahlt das Mondeslicht die Erde, so als wolle dieses „Strahlenbild“ mit seinem „zarten Scheine“ etwas Atmosphärisches verschenken, gleich der Koloristik eines kosmischen Liebesanspruchs, der uns sagen möchte: „Ich bin da, du kannst aus mir schöpfen“! Das Ziel – vielleicht in höherem Sinne –: Ich schöpfe mich! („Deine Seele ist in solchen Nächten angehalten und weiß danach – so leis durchstrahlet – mehr von sich.“)