Paradies …

Ich singe von der Schönheit
– von dir erschaffen – liebende Natur!
Ich berühre den „Baum der Erkenntnis“
sein goldener Apfel leuchtet über Himmel und Hölle.
Der arme Adam!
Die Gnade schenkte uns in dir, Natur, ein neues Glück,
in Reinheit, in Schönheit zu leben!
Die Blüte am Pfirsichbaum – ahnt sie nicht,
dass Gott die Natur und alles, was darin ist, liebt!
Die Welt ist grundlos mit Tränen gefüllt.
Siehe, unsere Seelen singen,
wenn der Schöpfungsatem über uns rauscht,
wenn wir weit in ihn hinein schauen bis in die Ewigkeit.
Ahnen wir nicht, dass wir ihm ähnlich sind,
diesem Atem, der auch uns erschaffen hat,
wenn er sich gross, wenn er sich liebend in uns entfaltet!
Wir sind nicht Fremde in dieser Welt – in sternenloser Einsamkeit.
Wir sind aus Liebe erschaffen,
zu reifen, um selbst liebend zu werden,
damit alles um uns liebt!
Denn ist Leben nicht lieben im neuen, im wieder gewonnenen
Paradiese!
Liebe die Landschaft, die du durchwanderst,
liebe die Menschen, damit auch sie dich lieben,
liebe den Ton der Flöte,
er klingt in deinem Herzen fort,
er klingt unendlich schön,
er steigt empor über den schweren Tod hinaus.
Klang in deiner Seele!
Klang des Glückes, Klang Gottes vor der Ewigkeit
in der unendlichen Fülle der Liebe!