Schmetterling

Die zarten Fühler schon aus tausendfachem Glück gewebt, ist wie ein Blütenschneien leicht dein Flügelschlag. Wie eine Lichtgestalt aus Schönheit, die auf einem Segnen schwebt, bringst du – wie Blumenkelche – Duft in unseren Tag.

Du wiegest dich wie leiser Silberklang, der traumverloren Liebe tönt, von stiller Seligkeit umflossen, die du erzitternd tiefgeschmiegt genossen im Schimmer eines Blütenkusses, mit dem der Frühling sich im Liebeshauche krönt.

Und schwingest Gott entgegen aus leichtem Gruß, der hell und wie ein Friede in dir ist. Auf deinen Flügeln schwebt als stummer Glanz ein Lächeln mit, das unser Sein wie fremde Melodie verlässt und bald vergisst.

Dieses Gedicht soll leicht und duftig dahinfließen mit einem ernsthaften Gedanken am Schluss, dass der stumme Glanz, der aus dem Frieden herrührt und wie ein leichter Gruß Gott dargeboten, unsere Menschen-Welt wie etwas Fremdes, das sie so nicht kennt, verlässt.