Tyrannis

Tyrannenwillkür höhnet aller Liebe Recht und heiliges Gesetz, missachtet selbst die stummen Blicke einer Kinderwürde, die wie ein leises Flehn das Herz mit Flammentau benetzt. Wo Wesenhaftes – Mensch und Maß – verstummt, da ist Ersterben ohne Gnade, und alle Tage stöhnen schwere Bürde.

O helle Schöpfungsstunde, der Gerechtigkeit wie Sehnsuchtsschreie lang entflohn, du hast das Lächeln und den Jubel eines ganzen Himmels uns gegeben, um zu besiegen aus unendlicher Bestimmung alle Schmach und Fron im Mut zur Überwindung schwarzer Unnatur, durch Dornenbahnen ringend, zu goldener Zeiten unentweihtem Leben.

Willkür vernichtet äußeres und inneres Leben, es gibt dagegen nur ein Mittel: Widerstand!