Veilchen

Du liebes Angesicht, in dem dein Herz steht wie ein leises Gebet, violetter Hauch aus Gottes Atem und weißt es kaum, du erfüllst wie ein Sinnbild der Sehnsucht Schönheit und glaubst in deinem Duft an eine große Kraft, die losgelöst, von einem Mondesstrahl getragen, bis an den Himmel reicht, der in dir lebt, und sich in deiner kleinen, flüchtigen Erscheinung aus einer zarten Geste seine lieblichste Gestalt erschafft.
Das Veilchen, obwohl zart und bescheiden („und weißt es kaum“ …) hat doch etwas wie eine stumme Kraft, vielleicht liegt diese in ihrer Schönheit und Lieblichkeit und vor allem in ihrem Duft.