Venedig

Vom Morgen träumerisch verschenkt, erstrahlt das Licht, aus dem verschwiegene Paläste ihre Farben weben, die zeitlos wie Legenden in der samtenen Himmelsflut schimmernd über Wassern schweben. Stufen grenzen Land und Meer, übersteigen sich zu glanzerfüllten Plätzen. Von Stille künden alte Kirchentore, leise tönen Glocken von Santa Maria Maggiore. Die Zeit liebkost im Nachhall, was lange von uns fortgetragen. Aus fernen Tagen haucht ein Traumbild, so wie Schleier lichtgewirkter Seide weh’n, geheimnisvoll, ein goldbeglänztes Leben, das uns verführt und das wir nicht versteh’n.
Venedig: die zeitlosen Schwebungen aus einer Baukunst gleich einer märchenhaften „Monomentalsinfonie der Schönheit“, die auch in unserer Seele nachklingend schwebt.