Verlassen

Noch in die tiefsten Träume drängt sich unbezwungene Trauer, die ihre dunkle Weite meinem Herzen eingedrückt, ein Tod kann Augen grausamer nicht brechen, als dein erloschenes Gefühl, das kalt und starr, zu unkenntlichem Bild geworden, mich zerstückt.

Meine Seele ist in dir und preisgegeben deinen Händen, ich fühle noch, gesungen von dem Sternenliede unserer Nächte, deiner Küsse ungebrochene Glut. Worin verhaucht sich das Geheimnis seliger Erweckung? Ich erfahre stumm aus deinem festgeschnürten Herzen den Vollzug: Aus allen Tiefen meiner hingebeugten Liebe kann ich die deine, mir entrissene, nicht wenden.

Das Gedicht spricht von Liebe, die bei dem einen erloschen ist und sich durch alle Liebe des anderen nicht wenden lässt.