Versunken

Die Wasserrosen stehen dunkel in den Fluten,
als hätten sie vor Zeiten schon einmal gelebt,
verschwiegen steht ein blasser Traum in ihrem Angesicht,
der sich aus unverstandener Melodie erhebt.


Sie flüstern wie ein Hauch aus bleichem Mund
von einem Leid, das sich aus stillem Todesschlaf erhebt,
und aus dem dunklen Grund,
im Nachhall seines schmerzdurchwehten Liebens,
ganz leise bis in fernes Sternenweinen bebt.


Das Gedicht gehört zu den Liebesgedichten – in der Stille der Nacht blüht das Gefühl, das so viel Qual erlitten hat und entströmt, als ob es sich vervielfältige, zu der Quelle empor, aus der es geflossen ist und die es mitfühlend („fernes Sternenweinen“) empfängt.