Vertraue dem Licht

Ich gehe wie befreit in meinen Schwebungen, die mich in letzte Einsamkeiten noch begleiten und meine Seele – leis’ vom Abendwind umspielt – will ihre Flügel breiten so weit hinaus bis zu des Abendsternes Schein, in seiner grenzenlosen Gegenwart dem Himmelsglanze nah zu sein, als wolle er aus „ewigem Glanze“ seine Schwebungen an meine binden und sie in diesem wunderhaften Spiel des Glanzes im Leuchten meiner Seele wiederfinden, wenn er aus seiner stillen Kraft in Raum und Zeit dem schönen Augenblicke Ewigkeit verleiht, im Morgenglanze Blütenkelche mit dem Strahl des Lichts erfüllt und in der Liebe eines Lebens höchsten Sinn enthüllt! Dies Auferstrahlende in der Natur, in mir im Liebestönen einer ewigen Zeit, das uns so unermesslich noch im Tod umfängt in diesem „Lied der Ewigkeit“!

Ein Gedicht der Naturpoesie, das Natur und Seele aus einem Ursprung kommend erkennt.

Die reale Welt verbindet sich in der Seele des Menschen mit einer höheren, ersehnten Welt. Das Licht als „Träger des Metaphysischen“ zieht die Seele des Menschen gleichsam hinauf zu einem Licht-Offenbarten, das die Seele wie durch einen leuchtenden Schleier sieht und fühlen kann.