Wie im Traum

Nachtduftend öffnet eine Blume ihren Kelch,
wenn das Einhorn im Mondesglanze ihren Tau trinkt.
Wie verzaubert schwebt eine Sehnsucht
– ewig ungestillter Töne –
in das reine, gottgeweihte Schöne!
So wie ein Zauberklang
in duftenden Akkorden tönt,
der im göttlichen Geheimnis der Natur
nachtduftend auch das Leben mit dem Tod versöhnt.


O schöner Augenblick, o schöner Klang unendlich weit
in Traum, in Nacht und Ewigkeit!